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Für die Kinder: Alarmglocken an, Druck raus!

2. April 2018

Kidsportrait, Familienblog, Blog für eltern, Schulzwang, frei von stress, slow life

6,00 aufstehen! 7.20 ab zur Schule! 14.00 wieder zuhause! 15.00 fertig mit den Hausaufgaben. 16.30 Vereinssport! 19 Uhr Abendessen! 20 Uhr ab ins Bett! So sieht der Alltag vieler Kinder heutzutage aus! Ach so, ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass ja auch noch für die Schule gelernt werden muss. Irgendwo dazwischen, oder laut den Lehrern halt am Wochenende! Da wundert es mich doch kaum, dass eine Statistik, die ich letztens irgendwo hier im Web gelesen habe, besagt, dass 30 % der Grundschüler in Deutschland bereits am Burn Out Syndrom leiden. Mit steigender Tendenz. An den weiterführenden Schulen sieht das Ergebnis wohl noch verheerender aus.

Doch wieso machen das dennoch so viele Eltern mit? Wieso läuten nicht die Alarmglocken?

Ich denke, dass liegt zum Beispiel bei meiner Generation mitunter daran, dass wir uns bereits seit Jahren einem stetigen Druck aussetzen und das wir uns schlicht und einfach an diesen Druck gewöhnt haben. Wie fest sind denn Sätze wie: „ohne Abitur kannst du nichts Gescheites werden“ in deinem Kopf verankert? Und zumindest, wenn „gescheit“ gleichgesetzt wird mit gutverdienend, ist der Satz doch auch gar nicht so verkehrt. Heutzutage kann sogar noch eins oben drauf gesetzt werden, denn seien wir mal ehrlich, was bist du in dieser Zeit noch wert ohne ein erfolgreich abgeschlossenes Studium!?!

Doch bei Allem, was im Bildungssystem bzw. Schulsystem falsch läuft, so liegt es auch an uns den Druck bei unseren Kindern, aber auch bei uns selbst herausnehmen. Ich glaube zum Beispiel das die Erwartungshaltung an Kinder noch nie so hoch war wie heute. Ob das über die Epochen hinweg stimmt weiß ich zwar nicht, aber Experten sagen das und ich persönlich empfinde es auch so. Zumindest kann doch wohl jeder beobachten, dass Kind sein oft extrem anstrengend ist. Ein Kumpel meines siebenjährigen Sohnes sagte letztens: „Ich kann mich nicht mit dir treffen. Das ist zu stressig, weil ich ja später noch zum Training muss.“

Bitte what? Stress und Müssen, sind ja wohl zwei Wörter, die im Zusammenhang mit einer eigentlichen Freizeitbeschäftigung nicht genannt werden sollten. Mal ehrlich, wenn es nach mir ginge sollten zumindest Kinder das Wort Stress überhaupt nicht kennen. Aber verdammter Mist, nach mir geht es ja nicht und somit bleibe ich nur geschockt und nachdenklich zurück und tippe an diesem Beitrag.

Ja, ich mache mir große Sorgen um die Kinder und ihre Zukunft. Wie weit wird der Leistungsdruck und die Erwartungshaltung wohl noch ausgedehnt? Muss es soweit kommen, dass schon Kinder im Grundschulalter zusammenbrechen, weil sie einfach nicht mehr können? Weil alles zu viel ist!?! Weil immer nur erwartet wird? Gute Noten, perfektes Benehmen, Erfolg im eigentlichen Hobby. Alles soll funktionieren! Auch das Kind! Auch wir!

Ich sehe schwarz! Ich will nicht in einer lediglich funktionierenden Gesellschaft leben und schon gar nicht möchte ich das für meine Kinder.

Bei uns hat es deshalb irgendwann Klick gemacht bzw. die Alarmglocken haben ordentlich geläutet und wir haben angefangen einiges an uns und unserem Lebensstil zu ändern:

Zum Beispiel nehmen wir die herkömmliche Schule schon lange nicht mehr Ernst. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Schulpflicht nur hier, in Nordkorea, in der Türkei und auf Kuba herrscht, fällt mir das auch wirklich schwer. Ja, unsere Kinder dürfen durchaus zuhause bleiben, wenn der Druck und Schulstress ihnen zu sehr zu schaffen macht. Außerdem leben wir vor, dass man sich eben nicht immer aufraffen muss. Wer krank ist bleibt zuhause und kuriert sich aus, auch wenn der Chef sich das vielleicht anderes wünscht. Generell kann man sagen, wir leben ein sogenanntes slow life!

In vielen Köpfen ist verankert, das man dies oder jenes halt tun muss, weil es halt so ist und man das nun einmal so macht. Doch ihr Lieben, wer ist denn dieses „man“ überhaupt und warum hat es so viel Macht über euch?

Lebt lieber euer Leben, denn ihr habt nur eins! Kein „man“ wird euch zurückgeben, was ihr versäumt, weil ihr immer nur macht, was „man“ halt so macht.

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