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Unterwegs: völlig planlos und ohne Ziel

24. März 2016

Unterwegs on the road

Janis, so nenne ich unsere alte Womo-Dame aus den 70ern, ist voll beladen und gleich geht es los. Wir wissen nicht wohin, wir wissen nicht ob wir gleich die Auffahrt zur A42 oder die zur A2 nehmen. Ursprünglich war zwar Frankreich unser Ziel, aber hey, wer braucht nicht mal ab und an ein kleines Abenteuer? Und so lassen wir uns leiten von der Spontanität und unserem Gefühl und wir werden hoffentlich an die wundervollsten Orte geführt.

Vielleicht habe ich nicht die richtigen Klamotten eingepackt, vielleicht werden wir in Norwegen erfrieren oder in Italien schwitzen. Ich weiß es nicht und es tut so gut so unheimlich planlos zu sein. Das Gefühl von Freiheit macht sich in mir breit und ich weiß, das ich egal wo wir landen,  bei Nacht die Sternschnuppen und Satelliten zählen werde. Das mache ich immer wenn wir on the road sind. Stundenlang schaue ich dann in den Himmel und bewundere diese blinkenden kleinen Punkte am Himmelszelt. Dann wird mir bewusst, wie klein wir doch sind und das wir unheimliches Glück haben, ein Teil von etwas ganz Großem zu sein. Diese Momente, wenn die Sternschnuppe vorbeizieht, halte ich in meinem Herzen fest, als wären sie ein Geschenk nur für mich und als hätte sie geglüht, um mir zu zeigen wie unendlich und letztlich doch vergänglich alles ist, wenn wir nicht aufpassen, diese Unendlichkeit zu bewahren.

Ich höre gerne den Tieren im Wald zu und rede mir ein, ihre Geschichte zu hören. Ich möchte ihnen Mut zusprechen und ihnen die Hoffnung geben, dass alles gut wird. Liebend gern möchte ich ihnen versprechen, dass sie sich keine Sorgen  um ihren Lebensraum und um ihre Zukunft machen müssen, aber da ich nicht lügen mag, höre ich einfach nur zu und bete zu wem auch immer, dass ihnen nichts geschieht.

Wenn wir unterwegs sind, fühlt sich alles irgendwie selbstbestimmter an. Natürlich versuche ich auch im Alltag so gut es geht mein eigenes Ding umzusetzen und  wir sind stets bemüht nicht an Normen festzuhalten, die uns ein Leben aufzwingen, welches nicht unseres ist, aber es gibt immer irgendetwas was einen einschränkt und sei es die Schulpflicht meines Sohnes.  Auf unseren Touren entscheiden wir von einem Moment auf den anderen.  Oh, da vorne links sieht es gut aus, also nichts wie hin… Jede Entscheidung ist so wunderbar verlockend, was im Alltag aufgrund der vielen Autotypen ja öfters mal so gar nicht der Fall ist.

Also, mal sehen was so kommt und ob ich bei Mondschein nackt und trotz eisiger Kälte ins Wasserloch hüpfe. Born to be wild summt in meinem Kopf herum und auch wenn ich auf Roadtrips Eddie Vedder bevorzuge, passt der Song gerade ganz gut zu meinen Gedanken.

Ich wollte noch viel mehr schreiben, aber wir wollen nun endlich los… Euch allen wünsche ich ein wundervolles Osterfest.

 

 

 

 

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6 Comments

  • Reply Christine 29. März 2016 at 15:00

    Das hört sich ganz nach einem Abenteuer an, bei dem ich sofort dabei wäre!

    • Reply beccs@ruhrstyle 29. März 2016 at 19:09

      Dann schließ dich doch das nächste Mal gerne an! 🙂

  • Reply liebe was ist 24. März 2016 at 18:17

    ohh, ich wünsche euch eine spannende, tolle Reise, liebe Rebecca! 🙂
    wie ich so deine Zeilen laß, fühlte ich mich direkt an meine Goa-Reise erinnert … ein bisschen Spontanität pringt eben das Salz in die Suppe. eine Einstellung, die ich mir im Alltag sehr viel mehr von mir wünschen würde … ich arbeite daran. und auf jeder Reise lerne ich mehr dazu 😉
    danke dir, für diese tolle Erinnerung!

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Reply beccs@ruhrstyle 29. März 2016 at 19:25

      Liebe Tina,

      das Reisen ist wirklich eine gute Möglichkeit um Spontanität zu erlernen. Ganz besonders dann, wenn man mit dem Rucksack oder Van unterwegs ist und sich ständig den Gegebenheiten anpassen muss. Im Alltag ist es natürlich oft nicht ganz so leicht, da man ja leider immer so seine Verpflichtung hat, denen man leider nachkommen muss, aber möglich ist es.

      viele liebe Grüße
      Rebecca

  • Reply Kea 24. März 2016 at 11:29

    Habt es schön, ihr Lieben! Man möchte direkt mit einsteigen in die Janis 🙂 Fühl dich umärmelt!

    • Reply beccs@ruhrstyle 29. März 2016 at 19:29

      Danke dir liebe Kea. Es ist wirklich traumhaft, was man so alles zu sehen bekommt, wenn man ziellos umhertuckert. Nun werde ich mich mal gleich an einen Beitrag machen mit meinen ersten Eindrücken von unserer Tour…

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