Blog Leben Nachhaltig

Tschüss Schweinehund, hallo nachhaltigeres Leben! In kleinen Schritten…

5. Juni 2017

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Laut einer Umfrage bestätigen 97 % der Deutschen, dass jeder Einzelne von uns Verantwortung für unsere Umwelt trägt. Ist das nicht schön zu lesen? Ich meine, woah, 97 % – also so gut wie Jede und Jeder, da dürfte wohl zumindest Deutschland gerettet sein!

Leider, leider hat das ganze – wie halt so oft im Leben – einen Haken, denn auch wenn offensichtlich fast alle wissen, dass es wichtig ist, unsere Umwelt zu schützen, heißt das anscheinend noch lange nicht, dass auch all diese Menschen dementsprechend handeln. Die Anzahl derer, die etwas verändern wollen steigt zwar stetig, ist aber immer noch sehr gering im Verhältnis zu der Masse, die sich auf alten Gewohnheiten ausruht wie auf ihrem Sofa. Ganz besonders schwer, das gebe ich zu, macht es uns der kleine Wadenbeißer „Innerer Schweinehund“! Ständig ist er uns auf den Fersen und zwickt uns in die Beine, sobald wir unsere Comfort-Zone verlassen wollen.

In diesem Zusammenhang hat das Projektteam von Der nachhaltige Warenkorb“ dazu aufgerufen, im Rahmen einer Blogparade, Ideen oder Erfahrungen darüber zu teilen, wie wir unseren inneren Schweinehund ausgetrickst haben bzw. wie wir ihn austricksen können.

Als erstes kann ich dazu schreiben, dass dies keine einmalige Sache ist, sondern dass ich immer wieder Mal gegen diesen ankämpfen muss und das es wahrscheinlich den meisten so gehen wird. Doch glaubt mir, wenn ihr es dann in einer bestimmten Situation geschafft habt, seid ihr unheimlich stolz auf euch und das Gefühl etwas Gutes getan zu haben, ist wahrlich kraftspendend.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr euch selbst nicht überfordert. Fangt mit kleinen Schritten an und versucht bloß nicht, alles direkt perfekt umzusetzen, denn ich kann euch jetzt schon sagen, das wird nicht funktionieren. Im Gegenteil, wenn ihr euch überfordert, weil ihr denkt „wenn schon denn schon“, werdet ihr nur ganz schnell müde und euer innerer Schweinehund holt euch ruckzuck wieder ein. Freut euch stattdessen lieber über jeden noch so kleinen nachhaltigen Fußabdruck den ihr hinterlasst und macht euch bewusst, was dieser wert ist.

Wenn viele Menschen einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gehen ist mehr erreicht, als wenn ein Einziger einen großen Schritt alleine macht.

Doch wie am besten anfangen?

Ein paar Beispiele:

Ich spare mir nun Tipps wie: „werde vegan!“ Allerdings möchte ich diesbezüglich wenigstens auf die sehr inspirierende Dokumentation Cowspiracy hinweisen. Keine Angst in dieser werden keine grausamen Schlachthofszenen gezeigt und Fleischesser werden auch nicht als Mörder betitelt.

Mir haben Dokumentationen übrigens sehr beim Umdenken geholfen, von daher hier mal ein Link zu meiner Liste und weiterenTipps für ein nachhaltigeres Leben.

Kleine Schritte:

Also, ein kleiner Schritt wäre zum Beispiel, wenn ihr öfters Mal nach tollen second hand Teilen Ausschau haltet. Ich verstehe ja, dass Zara, Mango und H&M, verlockend sind, aber wieviel toller wäre es, das begehrte Teil second hand viel günstiger zu bekommen und dabei noch etwas gutes zu tun. Eine gute Plattform um dies mal zu testen ist zum Beispiel Mädchenflohmarkt oder Percentil. Falls du dich dazu entschließt, sag ich Bravo, denn du hast mit diesem Kauf einiges an Ressourcen gespart und schlechte Arbeitsbedingungen nicht unterstützt. Übrigens ist so gut wie alles second hand zu bekommen. Ich habe schon das ein oder andere antike Möbelstück über Kleinanzeigen gefunden.

Eine weitere oder andere Möglichkeit einen nachhaltigen Schritt zu machen: kauft euch einen oder mehrere Jutebeutel und verzichtet komplett auf Plastiktüten. Besonders empfehlenswert finde ich bezüglich Obst und Gemüsekäufe die Beutel von Re-sack. So kann auch die Verkäuferin an der Kasse nicht meckern, weil ihr zwar auf die kleinen Obst-Tüten verzichtet habt, sie aber nun jeden Apfel einzeln wiegen muss bzw. Mühe hat alle zusammen zu wiegen.

Apropos Gemüse und Obst! Ich weiß, Ananas, Mango und Papapaya schmecken himmlisch und ab und zu gönne ich mir auch mal so ein Früchtchen, aber sinniger und nachhaltiger ist es, regional und saisonal zu kaufen. Lange Transportwege sind alles andere als umweltfreundlich und auch die Anbau-Plantagen lassen im großen Stile zu wünschen übrig.

Ein ganz einfach umzusetzender Tipp, der auch noch gut für unsere Gesundheit ist: Lasst das Auto stehen und fahrt öfter Fahrrad. Und falls radeln gar nicht euer Ding ist, könnt ihr vielleicht wenigstens auf die Öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.

Auch interessant:
Macht doch einfach mal eure Kosmetik, Duschgels oder Shampoos selbst. Das Internet ist voll von tollen Rezepten. Auf diese Weise unterstützt ihr zum Beispiel nicht die Palmölproduktion, das Abholzen des Regenwaldes, schlechte Arbeitsbedingungen und Tierversuche. Das fühlt sich doch gut an, oder etwa nicht!?!

Und ein letztes kleines Beispiel: Kauft euch einen eigenen hübschen Kaffeebecher für unterwegs. Ihr gehört dann nicht mehr zu all denen, die dazu beitragen, dass stündlich -allein in Deutschland- 320 000 Coffee to go Becher benutzt werden, Warum dies so ein großes Problem ist, könnt ihr hier nachlesen. Übrigens habe ich letztens bei einem Bäcker 50 Cent weniger für einen großen Kaffee gezahlt, weil ich meinen eigenen Becher habe auffüllen lassen.

Du magst nun vielleicht darüber nachdenken, was die Umsetzung solch simpler Tipps schon für die Umwelt bewirken soll, aber Fakt ist doch, wenn jeder diese umsetzen würde, wären wir schon auf einem bedeutend besseren Weg.

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4 Comments

  • Reply Mareike 7. Juni 2017 at 13:18

    Tolle Anregungen, um sich mal über sein Konsum- und Essverhalten Gedanken zu machen. Schon kleine Änderungen können ja wirklich was bewirken! Ein paar Dinge werde ich auf jeden Fall mal testen 🙂

    Liebe Grüße
    Mareike von http://www.POTTlike.de

  • Reply *thea 6. Juni 2017 at 13:33

    Ah nachdem ich schon bei Jenni kommentiert hatte, checke ich jetzt, dass es eine Blogparade ist 😀 Deine Tipps finde ich super – und merke dabei, dass ich schon gar nicht so schlecht dabei bin, juhu 😀 Bei mir war so, dass ich von Anfang an mir eine ganz langsame nicht perfekte Herangehensweise hatte – und es daher nicht so einen großen Schweinehund gibt, zu überwinden. Außer beim Reise-thema, da schaffe ich es leider noch nicht, die Flüge so zu reduzieren…aber wie gesagt – Baybschritte bringen auch was und ich fahre dafür immer mit Rad oder Bahn ins Büro. Die Plattform Percentil kannte ich noch nicht – schau ich mir mal an! LG *thea

  • Reply Jenni 5. Juni 2017 at 12:19

    Liebe Rebecca,

    toll, dass du auch bei der Blogparade mitmachst! 🙂
    Ich kann deine Tipps alle vollkommen unterschreiben – und insbesondere natürlich denjenigen mit dem Nicht-Perfeksein-Müssen. Ich denke, das ist die wirkungsvollste Maßnahme beim Verändern von Angewohnheiten – da hat man dann auch immer das Gefühl, dass kein Zwang besteht und legt alte Gewohnheiten sogar fast gerne ab und eignet sich neue dafür an.
    Ganz dick unterstreichen sollte man diesen Punkt daher!

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply AVEC QUATRE 6. Juni 2017 at 10:47

      Ach cool, du machst also auch mit… 🙂 Ja, bei mir war es Anfangs so, dass ich unbedingt alles perfekt machen wollte und ich denke das es vielen so geht, die anfangen, sich mit Nachhaltigkeit etc. zu befassen. Man steigt in die Materie ein, liest und sieht, was alles falsch läuft und will am liebsten alles auf einmal beheben. Leider führt dies aber auch recht schnell zur Überforderung und letztlich zu diesem typichen „ich kann ja doch nichts ändern Denken“… Von daher appelliere ich dazu lieber kleine Schritte zu machen.

      So, dann werde ich mir nun einmal deinen Beitrag durchlesen… 🙂

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