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Leben, jetzt!

14. Januar 2016

deine Reise

Ich habe letztens noch geschrieben, dass ich keine guten Vorsätze für das neue Jahr gefasst habe, aber ist mir doch heute tatsächlich aufgefallen, dass das garnicht stimmt. Denn klangheimlich habe ich mir auf unserem Spaziergang ein paar Stunden bevor die Raketen den Himmel erleuchteten doch etwas vorgenommen. Ich werde wie ein Neugeborenes Kind in das nächste Jahr gehen. In die Zukunft! Ich werde nicht zurückblicken auf das, was ich nicht mehr ändern kann. Ich werde nicht festhalten an Dingen, die nicht zu halten sind. Ganz unvoreingenommen  mache ich einfach einen Satz. Einen Satz mitten ins Leben!

Und da bin ich nun in der Gegenwart angekommen. In genau der richtigen Zeit. Denn lebe ich nicht in der Vegangenheit und auch nicht in der Zukunft. Ich lebe jetzt! Ich warte nicht erwartungsvoll darauf, was die Zukunft mir bringt. Ich lebe jetzt! Ich will nichts werden, ich will sein.

Nun sagen einige: “ das ist so einfach gesagt! Wie kann man Leben ohne Pläne und ohne Ziele?“

Und natürlich sage ich auch nicht, dass man keine Pläne, Ziele, Wünsche und träume haben soll. Doch denke ich ebenso, dass man nicht zwanghaft an etwas festhalten sollte.

Wege ändern sich, Menschen verändern sich und das Leben kann so viel befreiter sein, wenn man diese Veränderungen mitnimmt und auf die Situation eingeht.

Ein kleines Beispiel: Seit Jahren gehe ich immer wieder gern diesen einen ganz bestimmten Waldweg und ihr erinnert euch an den schrecklichen Sturm vor noch garnicht allzu langer Zeit. Plötzlich lagen etliche umgestürzte Bäume auf meinem gewohnten Weg und es war nahezu unmöglich weiter zu gehen. Was solte ich also tun? Das sichere Bekannte wählen und einfach den gesamten Weg zurück zum Ausgangspunkt laufen oder aber sollte ich nach ca dreihundert Metern Rückschritt links abbiegen und den unbekannten Weg wählen. Ich überwand meinen inneren Schweinhund und wählte die unbekannte Alternative ohne zu wissen, wie lang der Weg wohl sein wird. Und während ich so vor mich hin lief stellte ich mit entzücken fest, dass es die richtige Entscheidung war, denn der Weg war einfach traumhaft und viel schöner als der andere.

Voller Freude über diese neue Entdeckung erreichte ich mein Ziel. So war das nicht geplant und ich wusste ja noch nicht einmal ob ich dahin kommen werde, wo ich eigentlich hinwollte, aber diese spontane Wegänderung hat mir eine Sache offenbart. Manchmal lohnt es sich, nicht stupide an einem Plan festzuhalten und zurückzuweichen, sobald Hindernisse den Weg versperren. Ich entschied mich in dem Moment für etwas neues, als mein Plan nicht aufgehen wollte ohne daran festzuhalten, was ich mir zuvor, also in der Vergangenheit vorgenommen hatte und ich wurde belohnt.

wege zum glück

Viel zu häufig klammern wir uns an etwas fest, was wir uns in der Vergangeheit für die Zukunft ausgedacht haben. Manchmal hat man Angst sich von einem verwurzelten Gedanken darüber, wie unser leben sein sollte, zu lösen. Doch wie sagte schon John Lennon: „Leben ist das, was passiert, während du fleißig dabei bist andere Pläne zu schmieden.“ Und wäre es nicht schade, diese ganzen kostbaren Momente, die du jeden Tag erleben kannst, für die Zukunft aufzusparen? Was hat man davon der Zukunft hinterher zu rennen, wenn wir niemals wissen können, was die Zukunft bringt? Die Zukunft ist eine Illusion, sie  findet noch nicht statt. Jedoch lenkt jeder Gedanke an das, was wir unbedingt in der Zukunft erreichen müssen vom jetzigen Leben ab. Die Problematik dabei? Du kannst dein Leben nur im Jetzt gestalten. Was du jetzt tust, hat mit Sicherheit Auswirkung auf die Zukunft, aber welche, das ist oft unbekannt! Es nützt nichts ständig darüber zu grübeln, dass in der Zukunft alles besser wird oder in der Vergangenheit alles besser war. Das eine ist vorbei, dass andere exestiert nicht. Also bleibe ich in dem Moment und packe jetzt an, was ich anpacken möchte. Denn so hart es auch klingt, theoretisch kann die Chance dazu morgen vorbei sein.

Nun stellt sich vielleicht die Frage. wie schafft man es so zu denken?

1. Höre in dich hinein und finde dich selbst! Was glaubst du macht dich wirklich glücklich? Nach was für einem Leben sehnt sich dein Herz? Was hindert dich daran, dieses oder jenes sofort umszusetzen. Wovor hast du Angst? Schreibe dir die Antworten auf und dann handle. Und während du das tust, denke daran, dein Dasein hat einen Sinn und wie du dein Dasein gestaltest, ist ganz allein deine Entscheidung.

2. Lass dich nicht von Außenstehenden abhalten, dass zu tun, was du möchtest. Viele verstehen das Leben im Hier und Jetzt nicht. Vielleicht aufgrund ihrer Erziehung, vielleicht aufgrund medialer Einflüsse. Doch denke daran, was du wirklich brauchst und möchtest; und überlege mal, wenn du ein selbstbestimmtes Leben führst, schließen sich dir andere vielleicht an…Und vielleicht wird ein selbstbestimmtes Leben irgendwann die Normalität.

3. Vetraue dir! Was du wirklich möchtest, kannst du erreichen. Hör öfter auf dein Herz, denn der Verstand ist viel zu oft benebelt.

4. Habe keine Angst vor Fehlern, denn sie sind lediglich Lehrer, von denen du lernen kannst.

5. Lerne Nein zu sagen. Wenn deine Intuition dir sagt, dass du etwas nicht möchtest, habe Mut und sage nein.

6. Lerne, dass weniger mehr ist! Nach zu vielen Dingen zu streben ist unheimlich ermüdent und führt mit Sicherheit nicht zum Glück. Stell dir vor, du wolltest immer viel Geld haben, du gehst jahrelang eden Tag schufften und rackern. Nun hast du ein volles Bankkonto und eine Weile wirst du glücklich sein aber was spürst du dann? Willst du mehr? Wirst du traurig, weil du so viele Momente verpasst hast nur um dein Konto ordentlich zu füllen?

7. Akzeptiere! Es gibt immer jemanden der etwas besser kann als du. Es gibt immer jemanden, der mehr Beachtung bekommt. Es gibt immer jemanden, der mehr weiß. Es gibt immer jemanden, der schöner ist als du! Doch weißt du was, du bist gut genug!

8. Hör auf zu jammern und trage für alles selbst die Verantwortung. Für deine Gedanken, für dein Handeln und ebenso für dein Scheitern.

9. Erlange die Macht über deine Gedanken. Höre in dich hinein und finde heraus, welche Gedanken wirklich deine eigenen sind und welches Denken dir durch die Eltern, Lehrer, Freunde, Medien usw. anerzogen wurde. Gedanken können dich einschränken oder frei machen. Wichtig dabei ist, dass du negative Gedanken in positive umwandelst.

10. Lass den Gedanken, dass alles abgesichert sein muss fallen. Du wirst dich nur einengen, wenn du ständig daran denkst, wie du möglichst sicher durchs Leben kommst. Du tust das aus Angst und Angst hemmt. Abgesehen davon sind die ängstlichen oft die besten Opfer. Und sicher, sicher ist in der heutigen Zeit soweso garnichts.

Finde dich selbst

Leben! Ich atme diesen Begriff ein und lasse mich tragen vom hier und jetzt. Ich habe keine Angst vor Fehlern, keine Angst irgendetwas nicht zu erreichen, denn ich bin so frei, dass ich Flügel habe und hingelange wo immer ich auch hinmöchte.

 

 

 

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6 Comments

  • Reply Anna 24. Januar 2016 at 23:15

    „Nicht werden sondern sein.“ – mit diesen Gedanken werde ich in die neue Woche starten.
    Danke für diese Inspirationen!
    Anna

    • Reply beccs@ruhrstyle 25. Januar 2016 at 8:23

      Hallo Anna,

      eine gute Idee! Es hilft wirklich, wenn man einfach mal lebt und nicht ständig darüber nachdenkt, was man noch tun „muss“ oder zu erledigen hat. Vielleicht erzählt du mir mal, ob es diese Woche geklappt hat 🙂

      liebe Grüße
      Rebecca

  • Reply Kea 15. Januar 2016 at 6:24

    Ach meine Liebe, so ein toller Post! So viel Wahrheit und Weisheit in einem Post, das ist wunderbar! Eigentlich sollte man sich das fast jeden Morgen einmal durchlesen, bevor man aufsteht und den Tag beginnt 🙂 Dein Waldweg-Beispiel ist so schön! Und so ist es so oft im Leben: Wenn wir die Scheuklappen ablegen und mal links und rechts unseres Weges etwas wagen, entdecken wir plötzlich einen ganz neuen Horizont. Danke für diese Erinnerung daran 🙂 Liebe Grüße & einen festen Drücker! Kea

    • Reply beccs@ruhrstyle 15. Januar 2016 at 10:31

      Hola liebe liebe Kea,

      …und dieser Horizont kann so wundervoll sein. Du hast absolut recht. Scheuklappen sind weder etwas für Pferde, noch für uns Menschen.

      viele liebe Grüße
      Rebecca

  • Reply liebe was ist 14. Januar 2016 at 21:59

    so wunderbar geschrieben, liebe Rebecca!
    es ist so wirchtig, dass man sich seines eigenen Wesens, seines Lebens, allem drum herum bewusst ist oder wird.
    ich kann mir kaum einen besseren Start ins neue Jahr denken 🙂

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Reply beccs@ruhrstyle 15. Januar 2016 at 10:26

      Dankeschön liebe Tina!

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