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Kinder und digitale Medien! So sehen wir das.

24. September 2017

Trotz drei Jahre Grundschulzeit (wir hatten nur drei, da eine Klasse übersprungen wurde), habe ich es geschafft meinen Sohn von Smartphones fernzuhalten bzw. habe ich untersagt, dass er ein Eigenes erhält. Ob das gut war? Darüber lässt sich sicherlich streiten, denn ob ihr es glaubt oder nicht, aber in seiner Grundschulklasse, war er der Einzige ohne. Und ihr wisst ja, Kinder können grausam sein. Aber jetzt mal im Ernst, ist das nicht verrückt? Erstklässler, von denen viele noch von Mami oder Papi täglich zur Schule gebracht werden, besitzen bereits ein eigenes Handy! Und nein, nicht das mittlerweile nur noch 20 Euro Teil mit Snake drauf. Nee du, Iphone und Samsung Galaxy tragen die Kids von heute.

Ich gebe ganz offen zu, ich habe bez. digitale Medien paradoxerweise ab und an meine Probleme!

So habe ich doch nach wie vor diese Bullerbü und Lönneberga Bilder im Kopf, wo die Kinder schnitzend auf einem Baumstumpf sitzen, Blumenkränze basteln oder Wolken beobachten und dabei unheimlich ausgeglichen und zufrieden sind. Und auch wenn ich mich glücklich schätzen darf, weil meine Jungs immer gerne mit auf Wandertouren gehen und tatsächlich auch mal Holzfiguren schnitzend auf unserer Terrassen-Treppe sitzen, verfluchte ich eine ganze zeit lang den Tag, an dem mein 10jähriger Sohn von seinem geliebten Onkel ein Smartphone bekam.
Ich weiß ja, es passt irgendwie nicht ganz zusammen, multimediale Geräte zu verfluchen aber selbst relativ häufig und auch gerade jetzt, eins zu verwenden. Doch wünschte ich mir recht lange und eigentlich auch jetzt noch ab und zu, die Kinder hätten einfach gar kein Verlangen nach all diesem Multimedia-Kram.

Ehrlich, es bringt mich auf die Palme, wenn ich sehe, wie mein Sohnemann auf dem Sofa hockt und nichts von dem was um ihm herum passiert mitbekommt. Noch nicht einmal, wenn die Katze direkt neben ihm auf´s Kissen kotzt. Dann brodelt es in mir und nur allzu gern würde ich ihm das Handy aus der Hand reißen und zu Boden schmettern. Doch letztlich ist ja nun einmal so, wir leben in einer Welt, in welcher digitale Medien fest in unserem Alltag integriert sind und egal wie sehr ich mich gegen dieses Bild „Handy etc. in Kinderhänden“ auflehnen möchte, habe ich mittlerweile begriffen, dass ich mich auf etwas anderes konzentrieren sollte.

Wie gesagt, das der digitale Kram mittlerweile zum Leben dazu gehört ist wohl kaum abänderbar. Außerdem bringt uns dieser ja auch viel positives, was wohl keiner von uns missen möchte. Und genau das ist es, was wir uns auch bei den Kindern zunutze machen! Wenn sie schon mit Handys, dem Internet, Playstation und X-Boxen aufwachsen, dann sollen sie sich wenigstens auf die positiven Nutzungsmöglichkeiten konzentrieren. Zum Beispiel, dass das Internet eine gute Informationsquelle sein kann. Oder aber man kann Spiele anbieten, die zum Beispiel das logische Denken und die Motorik unterstützen. Ebenso warnen wir sie natürlich auch vor Gefahren und treffen diesbezüglich regelmäßig Vorsichtsmaßnahmen. Ein eigener Facebook oder Co. Account ist für die Jungs zum Beispiel absolut tabu. Mit Sicherheit ist es auch so, dass gänzliches verbieten nur zu Trotzreaktionen führen würde und sich letztlich lieber bei den Freunden getroffen wird, wo das ganze lockerer geregelt ist. Das wollen wir natürlich auch nicht.

Außerdem ist, so glaube ich, dass A und O, dass wir Eltern selbst sehr viel wert auf die wahren Werte der realen Welt legen und diese auch an die Kinder vermitteln können. Diesbezüglich haben wir es im Großen und Ganzen echt gut hinbekommen. Denn auch wenn Sohnemann Numero 1 ab und an ganz tief in die Welt von Clash Royal eintaucht, oder bei Minecraft am liebsten stundenlang Stein auf Stein setzen würde, mag er eine Sache noch viel lieber: draußen in der Natur wild und frei zu sein!

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1 Comment

  • Reply Tina 27. September 2017 at 15:14

    Ich stimme dir da voll und ganz zu! Und ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr froh bin weitgehend ohne digitale Medien aufgewachsen zu sein. In meiner Kindheit konnten die wenigen technischen Geräte, die es gab, noch viel zu wenig, um wirklich dem Spielen im Baumhaus oder draußen im Garten gefährlich werden zu können.
    Aber wie du schon sagst, werden wir das nicht mehr ändern können, dass digitale Medien jetzt nun einmal zu unserem Alltag dazugehören und sollten uns deshalb auf die positiven Möglichkeiten, die sie mit sich bringen, konzentrieren und Kindern einen bewussten Umgang mit diesen Medien beibringen.
    Liebste Grüße

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