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Ist reisen mit dem Wohnmobil nachhaltig?

9. Januar 2021

Ist reisen mit dem Wohnmobil nachhaltig?

Immer wieder bekommen wir zu hören, dass reisen mit dem Wohnmobil alles andere als nachhaltig sei und sicherlich ist auch diese Art des Urlaubes nicht optimal. Dennoch haben wir uns entschieden guten Gewissens mit unserer alten Möhre unterwegs zu sein und im Folgenden werde ich auf die Gründe eingehen.

Betonen möchte ich auch, dass ich dieses ganze Dieseldebatte nicht mehr hören kann, zumal der Hauptgrund für den Klimawandel nur zu gern und äußert akribisch verschleiert wird. Zur Aufklärung empfehle ich die Doku Cowspiracy.

Unsere Gründe, warum reisen im Wohnmobil für uns in Ordnung ist.

  • Die Klimabilanz ist bei weitem nicht so negativ, wie die eines Hotels. Eines Kreuzfahrtschiffes oder generelles Reisen mit dem Flugteig. Im Hotel ist die Küche in der Regel 24 h im Betrieb und die Wärmetheken des Buffets verbrauchen enorm viel Energie.
  • Viele Lebensmittel werden weggeschmissen, da Buffets bzw. Restaurantküchen oftmals im Überfluss anbieten.
  • Handtücher, Bettwäsche etc. müssen ständig gereinigt werden.
  • Viele Mitarbeiter/innen reisen mit dem Auto an.
  • Sparbereiche, Pools etc. verbrauchen viel Wasser und Energie
nachhaltig reisen im Wohmobil

Im Camper hingegen ist alles auf die darin Reisenden zugeschnitten.

  • Es wird weniger Geschirr benötigt und weniger Wasser zum spülen verbraucht.
  • Viele Camper besitzen Solarpaneele, was zu einem enormen Stromersparniss führt.
  • Es werden keine Flächen platt gemacht um riesige Ferienanlagen zu errichten.
  • Durch den geringen Platz in den meisten Wohnmobilkühlschränken, werden nur die Lebensmittel gekauft, die auch gegessen werden.

Interessante Studie

Das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu) hat eine Studie herausgebracht, welche die Emission von klimaschädlichem CO2 verschiedener Urlaubsreisen untersucht. Verglichen wurde dabei Campingurlaub mit Flug-, Bahnreisen und einer Kreuzfahrt. Zuvor hat das Institut die entstehenden Treibhausgas-Emissionen bei der Herstellung und Entsorgung von Freizeitfahrzeugen berechnet.

Ein Kastenwagen mit 15,2 Tonnen pro Fahrzeug hat bei der Herstellung und Entsorgung den niedrigsten CO2-Ausstoß. Es folgt das teil-integrierte Wohmo mit 17,8 Tonnen und dann der Integrierte mit 18,6 Tonnen.

Weiter beschäftigt sich die Studie mit den Treibhausgas-Emissionen bei einer Übernachtung auf dem Campingplatz. Übernachtet man dort im Wohnmobil, entstehen 3,9 Kilogramm CO2. Natürlich kommen zu den Emissionen des Platzes auch noch die des jeweiligen Campers dazu, da man eventuell Strom nutzt und Wärme erzeugt. Der CO2-Ausstoß liegt diesbezüglich bei einem integriertem Wohnmobil bei 9,7 Kilo pro Nacht und bei einem Kastenwagen bei 8,1. In dieser Studie berechnet das IFEU immer anhand von einer Zwei-Personen-Besatzung.

Zum Vergleich: In einem Hotel stoßen zwei Personen mit 22,1 Kilogramm CO2 pro Nacht mehr als doppelt so viel aus.

Fazit:

Stellplätze Italien, nachhaltig reisen im wohnmobil

Sagen wir mal so, wandern zu Fuß mir Zelt auf dem Rücken ist sicherlich noch effizienter, was den CO2-Ausstoß betrifft, aber leider nicht für jeden Menschen möglich und zudem ist das Wildzelten so gut wie nirgendwo erlaubt oder geduldet. Heißt, selbst wenn Camper mehr CO2 ausstoßen, als herkömmliche PKWs, ist das Reisen mit ihnen immer noch deutlich nachhaltiger als Reisen mit dem Flugzeug und Urlaub im Hotel.

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