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Es war einmal ein T-Shirt…

29. April 2016

Lumikello

Ich bin immer wieder hoch erfreut, wenn ich Menschen kennen lerne, denen unsere Umwelt ebenso am Herzen liegt wie mir. Menschen, die darüber nachdenken, was falsch läuft und aktiv werden um ein Statement zu setzen. So auch Eva Kaiser aus Karlsruhe, die mit ihrem kleinen Unternehmen Lumikello auf Nachhaltigkeit setzt und eine Gegenbewegung zur Wegwerfkultur darstellt. Aus Second Hand Jersey-Stoffen zaubert Eva wunderschöne handgemachte Wohnaccessoires und man kann deutlich erkennen, wieviel Liebe und Freude in jedes einzelne Teil fließen. Ich stelle mir Eva regelrecht vor, wie sie über die Flohmärkte schlendert und nach Stoffen Ausschau hält, denen sie ein neues Leben einhauchen kann. Ein altes T-Shirt, welches vielleicht so gar eine Geschichte erzählt, wird von Eva gerettet und darf in neuer Form einen neuen Platz finden. Ist das nicht wundervoll?

Bei Lumikello liegt der Fokus jedoch nicht nur auf Nachhaltigkeit, sondern auch auf zwei Kulturtechniken, die es schon vor Jahrhunderten gegeben hat, die Häkel und – Flickentechnik. Früher waren die Menschen wahre Upcycling-Künstler und alles was aufgearbeitet werden konnte, wurde verwendet. Eva macht es auch so und schafft durch diese Technik wunderschöne Designerstücke, die zudem alle auch ein Unikat sind.

Ihre Teppiche zum Beispiel erinnern mich ein bisschen an Mandalas mit wunderbar harmonierenden Farben. Findet ihr nicht auch?

haekelteppich

 

Wer übrigens nach Perfektion sucht, ist bei Lumikello an der falschen Adresse, denn Eva schneidet tatsächlich alle Stoffe mit der Hand zurecht. Außerdem sollen die Artikel auch gar nicht nach „neu“ aussehen, sondern nach Leben. Sie dürfen ihre alte Geschichte mit ins neue Heim bringen und uns darüber spekulieren lassen, welche Reisen sie wohl schon hinter sich haben. Es war einmal ein T-Shirt…

Mal ganz abgesehen davon, dass mich alle Labels interessieren, die sich unter anderem mit den Aspekten Nachhaltigkeit, handmade und Second Hand befassen, ist auch Eva selbst, eine sehr interessante Persönlichkeit und in meinen Augen eine echte Powerfrau. So hat sie es geschafft, neben der Aufgabe ihren drei Kindern eine liebevolle Mutter zu sein, ihren eigenen Traum zu verwirklichen und damit ist noch lange nicht Schluss. In Zukunft möchte Eva sich innerhalb von sozialen Projekten engagieren und Workshops anbieten, in denen die Teilnehmer lernen, wie Upcycling funktioniert. Außerdem kümmert sie sich noch um ihre drei Island-Pferde und um ihre zwei Hunde. Ich glaube ihr versteht, warum ich von einer Powerfrau spreche!?!

Hier könnt ihr, wenn ihr mögt, eine Anleitung anschauen, wie aus alten Shirts ein Teppich wird. Ich bin ja leider was so etwas betrifft völlig unbegabt, aber ich denke ich werde es trotzdem mal versuchen. Vielleicht wird es bei mir ja für einen Untersetzer reichen.

Übrigens, Lumikello ist finnisch und bedeutet Schneeglöckchen. Ist das nicht ein zauberhafter Name und eine tolle Metapher, für ein Label was altes neu erblühen lässt!?!

Ich hoffe ihr habt Lust bekommen bei Lumikello vorbeizuschauen…

lumikello

*Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit Lumikello.

 

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6 Comments

  • Reply dorette 2. Mai 2016 at 8:44

    ganz fein und hübsch!

    • Reply beccs@ruhrstyle 3. Mai 2016 at 7:25

      Oh ja, das finde ich auch!

      liebe Grüße
      Rebecca

  • Reply liebe was ist 30. April 2016 at 10:00

    ohh wow, das ist nicht nur eine wunderbare Idee, schaut auch so toll aus!
    ich kenne das ja zugegeben noch „von früher“, als meine Mama und Oma noch alle möglichen Dinge wieder verwertet haben 🙂
    die Kissen schauen jedenfalls super toll aus und ich könnte mir etwas mit weiß, grau türkis/blau für meine sommerliche Umgestaltung der Couch-Ecke sehr toll vorstellen! 🙂

    ein schönes Wochenende dir, Rebecca!
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

    • Reply beccs@ruhrstyle 3. Mai 2016 at 7:25

      Absolut! Ich bin auch ganz begeistert von den tollen Sachen und ehrlich gesagt finde ich besonders schön, dass die Artikel nicht nach upcycling aussehen. Hört sich jetzt komisch an, weil ich upcycling ja befürworte, aber so manche Sachen die es da in manchen Läden zu kaufen gibt, könnte ich mir niemals in die Wohnung stellen. Aber gut, dass ist sicher auch immer eine Geschmackssache.
      Meine Mama und Oma haben früher auch als wieder verwertet und es ist erstaunlich wie kreativ sie dabei waren.

      liebe Grüße
      Rebecca

  • Reply Wiebke 29. April 2016 at 20:11

    Oh, diesen Teppich kenne ich, also nicht genau diesen, aber diese Art. Bei uns lag der jahrelang in quadratisch (ich bin ganz mies im rund häkeln) im Wohnzimmer. Wenn ich mir so die zauberhaften Kissen anschaue, bekomme ich richtig Lust unsere Schränke aufzuräumen, die Kinder entwachsen ja ständig ihrer Klamotten.

    Ich finde es großartig wenn schöne Dinge ein Gnadenbrot erhalten und ihren Lebensabend im neuem Gewand aber mit einzigartiger Patina verbringen dürfen. Außerdem sind das nie seelenlose Neuanschaffungen, sondern solche mit Charakter. Und mal ehrlich, das Internet ist voll von Upcycling Ideen, eine Ausrede fürs Wegwerfen gibt es nicht mehr.

    Wie klein wären die Müllberge in Herne und Herten, wenn wir unsere Wegwerfmanie endlich auf eine dieser Halden packen würden. Aber gut, diese Sensibilität ist bei mir auch noch recht jung. Vielleicht braucht es Geduld, obwohl der Zeiger auf der Uhr die Zwölf schon längst hinter sich gelassen hat.

    Ich krame jetzt die große Häkelnadel raus und wünsche Dir liebe Rebecca einen schönen Abend und ein tolles Wochenende.

    Liebe Grüße
    Wiebke

    • Reply beccs@ruhrstyle 3. Mai 2016 at 6:57

      Oh ja, manchmal habe ich das Gefühl die Kinder wachsen schneller als unser Rasen im Garten. 🙂
      Du hast übrigens absolut recht, eine Ausrede fürs wegwerfen muss man regelrecht suchen und es ist erstaunlich, wie viele Möglichkeiten es gibt, Dingen neues Leben einzuhauchen. Häkeln und Stricken liegt mir leider gar nicht. So oft habe ich es versucht und letztlich landen die Nadeln in der Ecke, in welche ich sie voll Frustration schleuderte. 🙂
      Diese Deponie in Herten erschüttert mich auch immer wieder aufs Neue, ab und an bin ich in der Ecke mit meinen Hunden unterwegs. Und ja, die Zeit die wir nicht mehr haben, ist ein großes Problem, denn ich denke, wenn uns noch ein paar mehr Jahre zur Verfügung stehen würden, wäre es bedeutend leichter mehr Menschen zum Umdenken zu bewegen.

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