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Der Kleinkredit und Geschenke im Überfluss

13. Dezember 2017

Bild über stocksnap.io (Photograph: Dave Meier)

Die Zeit rund um Weihnachten ist immer eine ganz Besondere. Überall duftet es nach Plätzchen und Tannen und Lichter, flackern in dekorierten Fenstern. Daheim ist es nun besonders gemütlich und vor allem für die Kinder beginnt mit dem 1. Advent eine sehr aufregende und spannende Zeit. Mit großer Freude öffnen sie jeden Tag ein Türchen ihrer liebevoll gestalteten Adventskalender und wie verrückt fiebern sie dem 24ten entgegen. So war es immer und so wird es wohl auch immer sein.

Nur eine Sache ist mir in den letzten Jahren, in denen ich eigene Kinder habe aufgefallen. Die Geschenke werden immer größer und vor allem auch immer teurer. Das fängt beim Adventskalender an, betrifft ebenso den Inhalt des Nikolausstiefels und zieht sich letztlich bis Heiligabend. So ganz finde ich nicht das richtige Wort, aber es scheint mir doch alles ein wenig maßlos sein. Ein bisschen wie ein Battle! Welche Eltern haben die dicksten Geschenke für ihre Kinder besorgt.

Die Tage war ich wirklich ein wenig geschockt, als meine Söhne mir erzählten, was manche Kinder zum Nikolaus bekommen haben. Ein Kumpel meines Großen musste zum Beispiel noch nicht einmal die Stiefel raus stellen und trotzdem hat er ein Paar Nike Air Max und 2 Karten für den neuen Star Wars Film bekommen. Andere bekamen Playstationspiele oder mal eben 20 Euro plus Schokolade usw. und sofort.

Ähm, nur mal kurz dazwischen gefragt: ist das jetzt so Gang und Gebe? Und was gibt es dort dann bloß zu Weihnachten? Ein Auto vielleicht? Zumindest habe ich nun schon von etlichen Leuten gehört, dass so 6 oder auch 7 Geschenke durchaus die Regel sind sind. Hinzu kommen selbstredend die Päckchen von Oma und Opa und den Tanten und Onkels. Außerdem hat mir die Tage eine Mutter erzählt, dass sie und ihr Mann einen Kleinkredit von 3000 Euro aufnehmen müssen, um ihren zwei Kindern die Geschenke zu ermöglichen, die sie sich wünschen. What the Fuck!

Ich meine klar, es bleibt allen Eltern selbst überlassen mit was sie ihre Kinder überhäufen. Die Frage, ob bei diesem ganzen Zirkus, für den Schulden aufzunehmen offenbar keine Seltenheit ist, nicht vielleicht der eigentliche Gedanke des Festes verloren geht, darf schon gestellt werden oder? Wie viel Liebe bleibt letztlich am Fest der Liebe, wenn dieses zu Geldsorgen führt? Und warum nehmen so viele Eltern an, das Kinder sich nur dann richtig freuen, wenn sie 20 Geschenke unter dem Baum liegen haben?

Das Witzige oder eher Paradoxe ist ja auch, das gerade diese Kinder, wenn man sie dann nach Weihnachten fragt, was sie bekommen haben, sich in der Regel an gerade einmal 2 oder 3 Geschenke erinnern können. Und ich nehme einfach mal stark an, dass das genau die Teile sind, die sie sich wirklich von Herzen gewünscht haben.

Tja und wie machen wir das nun mit den Geschenken?

Die Kinder haben natürlich einen Wunschzettel geschrieben, aber siehe da, bei dem einen Zwillingen waren es drei Wünsche, bei dem Anderen Vier und bei dem Großen wieder Drei. Abgesehen von dem Wunsch ein Pferd zu bekommen, den alle Drei geäußert haben. Haben wir ein Glück, dass dieses nicht auf den Weihnachtsschlitten passen wird…Ach ja und die Gänse, die hier um die Ecke leben, sollen vor dem sicheren Tode gerettet werden. Drei Geschenke sind ok und überschaubar und um diese zu äußern mussten sie auch nicht lange überlegen. Mehr ist ihnen nicht eingefallen, also scheinen sie sich auch nicht nach mehr zu sehnen.

Wie seht ihr das? Die Masse macht´s oder weniger ist mehr?

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