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Augen geöffnet

19. Juni 2015

Nachhaltigkeit Blog

Eigentlich wollte ich ja heute ein Outfit shooten und gegen Abend posten, aber das Wetter meint es nicht gut und so regnet es in Strömen. Abgesehen davon liegt mir eigentlich auch etwas auf dem Herzen und es gibt wenig Grund, dieses Thema aufzuschieben.

Seit ein paar Wochen beschäftigen mich immer wieder ein paar Fragen, die ich vorab wahrscheinlich sogar bewusst aus meinem Kopf verdrängt habe. Ich habe mir regelrecht eingeredet, dass ich dadurch, dass ich ja schon vegetarisch lebe, im Tierschutz und Umweltschutz aktiv bin, genug machen würde. Mir war bewusst, dass würde ich meinem Gefühl, für das was ich als richtig empfinde nachgehen, weiterer Verzicht die Folge ist.

Ehrlich gesagt wollte ich eigentlich nicht auf noch mehr verzichten! Mein Gewissen machte da allerdings nicht mit und saß mir im Nacken-manchmal verpasste es mir sogar einen Schlag!

So habe ich also begonnen meinen Gedanken doch nachzugehen und fing an mein Konsumverhalten in Frage zu stellen.

Ich fing an intensiv über Fast Fashion, Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit und Fair Trade zu recherchieren. Auch über den Blog Dariadaria  habe ich mich mit Informationen versorgt und letzlich wurden mir durch diesen Blog auch die Augen geöffnet.  Fashion Blog und Nachhaltigkeit zu kombinieren ist möglich!

Liebe Madeleine, ich danke dir dafür!!! Du leistest großartige und wichtige Arbeit, die einfach nur nachahmenswert ist.

Für mich steht nun fest, jedes Teil was ich mir neu kaufen werde, wird ab heute entweder Fair Trade sein oder aber zumindest sescond hand. Ich werde die Ausbeutung von Menschen nicht weiter unterstützen!!!

Ich werde euch nun (noch) keine Fotos oder Videos von den Misständen die zum Beispiel in Bangladesh herrschen zeigen, denn ganz ehrlich: Wir alle wissen: die Modeindustrie  ist zum größten Teil ein Arschloch! Wie wir mit unserem Wissen umgehen, bleibt uns überlassen! Fakt ist, nur wir Konsumenten können dafür sorgen, dass die Menschen, die uns schön einkleiden unter fairen, hygienischen und moralisch vertretbaren Bedingungen arbeiten können.

Es liegt in unserer Hand! Ob wir das wollen oder nicht…

Für mich steht jetzt fest: Ich laufe lieber nackt herum, als diese scheiße weiter zu unterstützen!

Blog Nachhaltigkeit

PS. Niemand soll sich durch diesen Post angegriffen fühlen!

 

 

 

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12 Comments

  • Reply Lothar 21. Juni 2015 at 8:31

    Die Augen müssen einem scheinbar schön geöffnet werden 🙂
    Nach Deinem Beitrag hier habe ich mich auch ein wenig verstärkt zu diesem Thema umgesehen.
    Grüne Mode ist in der Tat doch stark im Kommen.
    Auf der Fashion Week gibt es die Fachmessen Ethical Fashion Show und Greenshowroom auf der Aussteller nachhaltiger und fairer Mode zu finden sind.
    In der Ethical Fashion Show sprach man von einem Zuwachs von 30 %
    Da habe ich auch bei mir im Blog mal kurz was berichtet.
    Wenn ihr mal schauen mögt.

    Grüße und einen schönen Sonntag
    Lothar

    • Reply beccs@ruhrstyle 21. Juni 2015 at 11:22

      Lieber Lothar,

      ich freue mich riesig, dass du nocheinmal über dieses thema nachgedacht hast.

      liebste Grüße
      Rebecca

  • Reply Lisa 19. Juni 2015 at 20:47

    Ein wirklich unglaublich toller und „schöner“ Post. Ich finde es wirklich super toll wenn man endlich mal darauf aufmerksam macht was dort draußen leider vor sich geht.

    Liebe Grüße Lisa

    • Reply beccs@ruhrstyle 20. Juni 2015 at 6:54

      Liebe Lisa,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Ich freue mich so sehr, dass meine Entscheidung im Großen und Ganzen positiv aufgenommen wird.

  • Reply Barbara 19. Juni 2015 at 13:11

    Gratuliere zu deiner Entscheidung, sehr mutig! Ich hab mich im Februar auch dazu entschieden 🙂

    • Reply beccs@ruhrstyle 19. Juni 2015 at 14:14

      Ich gratuliere ebenfalls (nachträglich) 🙂

    • Reply beccs@ruhrstyle 19. Juni 2015 at 14:26

      Liebe SILJA,

      danke für deinen tollen Kommentar! Ich sehe es wie du und kann es auch nicht länger ertragen, dass Menschen für mein rein materielles Wohlbefinden leiden. Die Doku “ Gift auf unserer Haut“ kenne ich auch und ich war zutiefst schockiert, als ich diese Bilder sah.

      Zum Glück denken immer mehr Leute um und gehen diesen Weg. Ich hoffe das es bald so viele sind, dass die Modeindustrie gezwungen ist dauerhaft zu handeln.

  • Reply Silja 19. Juni 2015 at 12:10

    Ich finde deinen Post sehr gut. Mir ging es genauso, dass ich immer meine Gedanken über die Zustände in der Textilindustrie verdrängt habe und gedacht habe, ach sicherlich sind nachhaltig produzierte Kleidung super öko hässlich und total überteuert. Erst als ich den Blog DariaDaria entdeckt habe und gesehen habe, man kann sich schön anziehen und die Kleidung kostet auch nicht viel mehr als bei Mango, Zara und Co. ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Seit mehr als einem halben Jahr kaufe ich nur noch nachhaltig produzierte Kleidung und ich fühle mich so viel besser! Ich weiß, dass kein Mensch für mich leiden musste, dass ist etwas wunderschönes.

    Ach ja, zu dem Kommentar von Lothar: Es gibt ja auch nachhaltig produzierte Marken, die in den Ländern selber (wie Bangladesch) unter guten und fairen Bedingungen herstellen, wie peopletree. Erstmal informieren, bevor man kritisiert. Achja, die „schlechten“ Bedingungen in Deutschland sind ja nichts im Vergleich zu denen in Bangladesch, Indien und Co. Eine sehr gute Dokumentation, die mich auch zum Umdenken gebracht hat, ist „Gift auf unserer Haut“.

    Alles Liebe und du bist nicht alleine 😉 Wir werden immer mehr, daran glaube ich!

  • Reply Chrissy 19. Juni 2015 at 11:06

    Die Idee und auch deine Gedanken dazu, finde ich sehr gut. Ich lese auch gerne den Blog dariadaria.com und lese, welchen Anfeindungen sich Maddie manchmal aussetzen muss. Ich habe großen Respekt vor solchen Entscheidungen. Liebe Grüße, Chrissy

    • Reply beccs@ruhrstyle 19. Juni 2015 at 14:16

      Ja es ist schon erstaunlich und absolut nicht nachvollziehbar, was sie sich dort teilweise anhören muss.

  • Reply Lothar 19. Juni 2015 at 10:03

    Liebe Rebecca,
    wenn das mal nicht in einen Kampf gegen Windmühlen ausartet.

    Übrigens werden auch in der Textilindustrie in Deutschland die Arbeiter ausgebeutet. Vielleicht kann man das auch noch mit in die Überlegung einbeziehen.
    Was würde eigentlich passieren wenn wirklich von heute auf Morgen nur noch Second Hand und Fair Trade eingekauft würde.
    Nur mal so als Überlegung. Wäre den Arbeitern in den Ländern in denen die Modeindustrie produzieren lässt damit geholfen?

    Für KIK, Takko und den anderen Modediscounter könnte man sogar Verständnis aufbringen. Sie sorgen dafür das sich auch die Ärmsten in Deutschland günstig und dennoch schick Kleiden können.

    Das die Großen Brands, die sich eh nur die reichen leisten können, in den armen Ländern zu gleichen Preisen wie die Discounter produzieren lassen um Ihre Produkte dann in der reichen Welt zu hohen Preisen zu verkaufen, dafür habe ich kein Verständnis.
    Die könnten Ihre Ware auch in Deutschland oder anderswo in Europa zu hier üblichen Löhnen produzieren und so vor Ort Arbeitsplätze schaffen.

    Ob da dann die Markensocke 35 Eur0 statt 30 Euro kostet ist dem Käufer sicherlich auch egal.

    Bei dem Thema gibt es sicherlich noch vieles mehr zu beachten. Das waren nur mal so meine Überlegungen.

    Liebe Grüße
    Lothar

    • Reply beccs@ruhrstyle 19. Juni 2015 at 15:13

      Lieber Lothar,

      erst einmal finde ich es toll, dass du dir offensichtlich Gedanken machst.
      Ich möchte ebenso wenig wie du, dass die Menschen in diesen Ländern keine Möglichkeit mehr auf Arbeit haben. Was ich jedoch erwarte ist, dass diese Menschen auch wie Menschen behandelt werden. Ich erwarte, dass sie ein ordentliches Gehalt bekommen, von welchem sie auch Leben können . Ich erwarte, dass sie nicht giftigen Chemikalien ausgesetzt werden, nur weil diese billiger sind! Wir würden hierzulande unter solchen Arbeitsbedingungen niemals einen Finger krumm machen. Erwarten aber, dass andere Menschen dies für unsere Luxus-Befriedung tun! Zumindest nehmen wir es gerne in Kauf, weil wir ja unbedingt ein ganzes Ankleidezimmer voll mit Klamotten brauchen.
      Es gibt mittlerweile auch einige Lables, die unter fairen Bedingungen in Ländern wie Bangladesh produzieren! Natürlich kann man dann nicht erwarten ein Shirt für 5,99 zu bekommen. Na und, dann kauft man halt im Monat nur ein Shirt anstatt 5 und ich wette der Schrank ist trotzdem voll genug. Abgesehen davon, gibt es ja auch noch die Möglichkeit second hand zu kaufen. Das ist dann gleich doppelt nachhaltig!
      Fakt ist doch, würden alle Konsumenten faire Bedingungen erwarten und den ganzen anderen Schrott verweigern, wären die Firmen gezwungen etwas zu ändern. Und wenn alle nur noch fair produzierte Sachen kaufen, würden die Preise für diese ja auch etwas sinken können, da ja die Masse kauft!

      Wieso wollen wir hier eigentlich immer alle Rechte der Welt beanspruchen, scheißen aber gleichzeitig darauf, wie es mit Menschenrechten in anderen Ländern aussieht?

      viele liebe Grüße

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