Aus dem Alltag Mum & Dad

6 Methoden die dir helfen, deine Kinder nicht anzuschreien!

12. April 2018

Kinder in der Natur, freie Kinder

Es gibt einfach Tage, da bringen die Kinder mich so richtig auf die Palme! Schon wieder wurde mit dem Fußball die mittlerweile xte Vase abgeschossen, der Kleinste hat den Wassernapf zum dritten Mal ausgekippt und beim Ficus die Blätter abgerissen, die Zwillinge streiten sich um das EINE blöde Legomännchen, obwohl sicherlich 50 weitere in der Kiste sehnsüchtig auf Benutzung warten… Zusätzlich brennt noch die Sauce auf dem Herd an und die Katze kotzt ihre Haarbüschel auf den Stuhl mit Samtsitzfläche. Ich bin im Arsch!
Könnte ich doch wenigstens meinen Pott Kaffee austrinken, aber obwohl schon zwei Mal in der Mikrowelle warm gemacht und mittlerweile auch nur noch ekelig, ist dieser längst wieder kalt geworden. Und zu allem Überfluss höre ich von allen Seiten auch noch dieses pänetrante: Maaaammmmmmaaaaaaaaaaaaaaaaaa!?!?!?!

Ich könnte aus der Haut fahren und tue dies auch innerlich! Dennoch schreie ich meine Kinder nun nicht an oder werde laut mit ihnen. Nein, ich übe mich nun immer mehr darin, Konflikte mit meinen Kindern auf Augenhöhe zu lösen. Natürlich fällt mir das nicht immer leicht, natürlich verfalle ich manchmal in alte Muster, aber letztlich weiß ich, dass wir einen für uns richtigen Weg gefunden haben und dieser heißt bedürfnisorientiert. In erster Linie müssen wir dafür allerdings an uns selbst arbeiten und das ist eigentlich auch schon das einzig Schwierige an der ganzen Sache.

Früher wäre ich in oben beschriebener Situation sicherlich laut geworden und hätte zum Beispiel irgendwelche Verbote als Bestrafung für die zerbrochene Vase ausgesprochen. Heute weiß ich jedoch, dass Bestrafungen und ein lautes Organ, welches ich meinen Kindern gegenüber als Einschüchterung anwende, letztendlich zu gar nichts führen. Vielleicht beenden diese zwar die Situation, aber mit welchem Effekt?

Was können wir aber nun in heiklen Situationen tun anstatt unsere Kinder anzubrüllen und wahllos Verbote auszusprechen?

Viele von euch werden nun lachen. Einige werden denken, ich hätte einen an der Murmel und andere denken sich hoffentlich, ok: das probiere ich auch bzw. ah ja, das machen wir auch immer so.

1.Als erstes hilft immer, sich kurz von der angespannten Situation gedanklich zu entfernen und bis 10 zu zählen. Als Jugendliche habe ich von meiner Mama immer zu hören bekommen, ich solle diese Methode anwenden und mich entspannen. Fand ich damals natürlich total panne, hilft aber wirklich!

2.Es macht sicherlich immer Sinn, darüber nachzudenken, wie schlimm die Situation wirklich ist. Manchmal betrachten wir eine Situation vielleicht nur deshalb als besonders tragisch und zum aus der Haut fahren, weil bei uns selbst eine Laus über die Leber gelaufen ist und wir eh schlechte Laune haben. Also ist das ausgekippte Wasser, oder die aus dem Blumentopf geholte Erde wirklich ein Grund sauer zu sein? Oder könnten wir vielleicht direkt mit dem Kind zusammen den Boden wischen und somit gleichzeitig vermitteln, das Dreck der verursacht wird auch wieder beseitigt werden muss? Ein klasse Lerneffekt für Kinder.

3.Als sehr wichtig empfinde ich auch unsere Gefühle klar zu benennen. Sprich, dem Kind mitzuteilen, dass wir richtig richtig sauer über die zerbrochene Vase sind, weil wir sehr an dieser gehangen haben. Zum einen hilft es mir, wenn ich ausspreche warum ich sauer bin, zum anderen lebe ich meinen Kindern aber auch vor, dass es ok ist, über Gefühle (auch negative) zu sprechen.

4.Wenn die Kids wie verrückt durch Haus rennen, poltern und nach dem dritten Mal um Ruhe bitten nur noch doller Party machen, steige ich einfach mit ein. Musik an, und abdancen oder singen was das Zeug hält. Natürlich kommen die Jungs dann gucken, was bei mir los ist. Wenn sie mich dann bitten die Musik leiser zu drehen, mache ich das natürlich gerne und bitte im Gegenzug darum, dass auch sie ein bisschen leiser sind oder halt raus gehen. Klappt 1A!

5.Rausgehen ist wie ich finde, die Lösung für alles. Bei uns kommt in der Natur wirklich jeder zur Ruhe und nach einem Spaziergang ist alles nur noch halb so schlimm.

6.Eine Variante, die ich anwende, wenn alle anderen nicht mehr funktionieren, weil ich zu aufgeregt bin: Ich gehe ins Schlafzimmer, drücke mein Kissen und brülle leise vor mich hin, was ich meinem Kind in dieser Situation am liebsten vor Wut an den Kopf knallen möchte. Hinterher geht es mir besser und ich bin verdammt froh, dass ich solche gemeinen Sachen, die ich natürlich nicht wirklich so meine, nicht meinem Kind ins Gesicht gesagt habe.
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Was sind eure Methoden, um die Ruhe zu bewahren?

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